Der heilige Martin und der Bettler

Der heilige Martin und der Bettler


Details

Jahr
1436
Technik
Pietra gallina (weicher Sandstein), bemalt
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Über dem Portal des Klosters San Martino in Avesa, wenige Kilometer vor Verona, hing einst dieses Relief. Aus demselben Kloster kommt auch der Fracanzani-Altar, den eine Äbtissin dort bestellte und der heute ebenfalls im Museum ist. Dargestellt ist die bekannteste Szene aus dem Leben des heiligen Martin. Der junge römische Soldat begegnet am Stadttor von Amiens einem frierenden Bettler und teilt seinen Mantel mit dem Schwert. Auf einem Spruchband hat der Bildhauer die Jahreszahl 1436 eingeritzt und bemalt.

Bei der Reinigung zeigte sich, wie viel Farbe geblieben ist, und sie ist weit feiner abgestuft als die breiten, flächigen Töne der Statuen des 14. Jahrhunderts nebenan. Das Pferd ist noch grau, der Sattel grün, Martins Rock warm braun. An der Scheide haften Reste von rotem Samt, stellenweise das Rosa der Gesichter, dazu Spuren von Blumen und Himmel. Das Museum stellt diese Zartheit neben die Bilder, die Pisanello in denselben Jahren in Verona malte.

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