
Der heilige Martin teilt seinen Mantel
Details
Die Geschichte
Martin war ein römischer Soldat in Amiens im Norden Galliens, als er der Legende nach an einem Wintertag am Stadttor einem frierenden Bettler begegnete und seinen Soldatenmantel mit dem Schwert entzweischnitt. Maler zeigen ihn meist zu Pferd. Hier steht er, ein bärtiger Heiliger mit Nimbus, und blickt nach unten, während die Klinge durch das rote Tuch fährt, und am linken Rand erscheint der Kopf des Bettlers. Unten links ist ein großer Teil der Malschicht abgeblättert, sodass vom Körper des Bettlers kaum etwas bleibt.
Die Szene wurde auf die Rückseite des Engelsturzes gemalt, auf dieselbe Tafel. Später trennte man die beiden Seiten, und 1967 wurde jede auf Leinwand übertragen, im selben Jahr, in dem die Stadt Bourges sie im Louvre deponierte. Zuvor war die Tafel durch Privatsammlungen in Villeperdue bei Tours und in Moulins gegangen, bis sie 1963 dem Musée du Berry geschenkt wurde.
