Paulus wird auf Malta von einer Viper gebissen

Paulus wird auf Malta von einer Viper gebissen


Details

Museum
Louvre
Jahr
1567
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
124 × 199 cm

Die Geschichte

Gillis Hooftman gehörte zu den reichsten Männern Antwerpens, ein calvinistischer Kaufmann und Reeder, der sein Vermögen auf dem Meer gemacht hatte. Um 1566 bis 1568 bestellte er bei Maerten de Vos fünf Bilder für sein Speisezimmer, alle zum Leben des Apostels Paulus, und auf dieser Tafel geht es um einen Schiffbruch. Nach der Apostelgeschichte wird Paulus als Gefangener nach Rom gebracht, als sein Schiff vor Malta strandet. Die Einheimischen machen den durchnässten Überlebenden ein Feuer, eine Viper beißt sich an Paulus' Hand fest, er schüttelt sie in die Flammen und bleibt unversehrt. Da halten ihn die Leute für einen Gott.

Sein Handel machte Hooftman auch zu einem eifrigen Kartennutzer. Sein Schreiber erzählte später, die großen gerollten Blätter seien im Kontor unhandlich gewesen, deshalb habe man sie zu einem Band binden lassen, zusammengestellt vom Antwerpener Kartenhändler Abraham Ortelius, einige Jahre bevor dieser 1570 seinen eigenen Atlas herausbrachte. Eine weitere Tafel der Paulus-Folge, Paulus in Ephesus, datiert 1568, hängt in Brüssel. Dieses Bild wurde dem Louvre 1850 geschenkt.

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