
Der heilige Paulus
Details
Die Geschichte
Paulus sitzt auf einer Wolke vor flachem Goldgrund und blickt nach oben, und der Maler hat die Figur so angelegt, dass man sie von unten sieht. Wofür, ist nicht sicher. Man hat vermutet, das Bild und sein Gegenstück, ein Petrus auf demselben Goldgrund, den man heute einem anderen Maler zuschreibt, seien Orgelflügel gewesen. Das Museum hält derzeit eine andere Erklärung für glaubwürdiger, nach der beide als Vorlagen für Mosaiken dienten. Datiert wird die Leinwand in die frühen 1550er-Jahre, zugeschrieben wird sie, bei weiter offener Frage, Girolamo Siciolante da Sermoneta. In der Hand hält Paulus ein gefaltetes Blatt, einen Hinweis auf seine Briefe. Das Schwert, sein übliches Attribut, fehlt.