
Der heilige Petrus
Details
Die Geschichte
Dieses Bild ist die Hälfte eines Gesprächs, dem die andere Seite fehlt. Um 1530 malte Moretto da Brescia, eigentlich Alessandro Bonvicino, diesen heiligen Petrus und auf einer Schwestertafel einen Johannes den Täufer, die beiden Seitenflügel eines Triptychons. In der Mitte stand eine dritte Gestalt, heute verloren, höchstwahrscheinlich ein erwachsener Christus. Der Verlust ist noch in der Haltung zu lesen. Petrus steht in ganzer Figur vor einer sanften Hügellandschaft, Körper und Blick nach innen gewandt, zu jener Mitte hin, die es nicht mehr gibt, und hält die Schlüssel, die dem ersten Hirten der Kirche anvertraut wurden. Beide Heilige waren darauf angelegt, sich zur fehlenden Tafel zu neigen, wie in einem stummen Wechsel von Gesten. Als das Bild später in die venezianische Sammlung Manfrin gelangte, nahmen Restauratoren dem ursprünglich im Rundbogen schließenden Bild seine Form und ergänzten gemalte Dreiecke zu einem geraden Rechteck. Die Accademia erwarb es 1856. Eine jüngere Reinigung entfernte die alten Firnisse und eine grünliche Übermalung des 19. Jahrhunderts und brachte das kühle, silbrige Licht zurück, das Moretto suchte.




