
Der heilige Thomas
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Die Geschichte
Als die Kunsthistorikerin Madeleine Pré dieses Bild 1950 aufspürte, befand es sich im Schloss Gallerande im Westen Frankreichs. Die Besitzerin, so erzählte später der La-Tour-Forscher Jacques Thuillier, drohte, die Hunde auf den ersten Historiker zu hetzen, der an ihrem Tor läutete. Dort blieb das Gemälde bis 1985, als eine Nachfahrin der Familie es dem französischen Hospitalwerk des Malteserordens vermachte. 1988 erwarb es der Louvre mithilfe einer landesweiten öffentlichen Subskription. Zu sehen ist ein kahlköpfiger, bärtiger Apostel mit einem abgegriffenen Buch in der einen Hand und einer Lanze in der anderen, deren Eisenspitze auf uns zukommt. Nach der mittelalterlichen Legenda aurea stirbt Thomas in Indien, von heidnischen Priestern mit Lanzen durchbohrt. Der Louvre datiert das Bild auf etwa 1634 bis 1638. Oben hat La Tour signiert und dabei seinen eigenen lateinischen Vornamen falsch geschrieben, als Georguis.




