
Paul Signac · PD
Saint-Tropez, Ruhe
Details
Die Geschichte
Die Tafel ist etwa so groß wie ein Schulheft, 27 Zentimeter breit, Öl auf Holz. Paul Signac hat die Farbe hier dick und in kurzen, gezogenen Strichen aufgetragen. Die Bucht von Saint-Tropez liegt hell und glatt da, drüben zieht sich eine flache Hügelkette hin, und im Wasser leuchten zwei Felsen orange. Mit den winzigen Punkten reiner Farbe, für die man ihn kannte, hat das wenig zu tun. Solche Bilder entstanden im Atelier, und zwar langsam. Im Sommer 1895 hielt Signac in seinem Tagebuch fest, wie er wochenlang Farbklänge ausprobierte, bevor er am 22. August das große Hafenbild „Die rote Boje“ begann, das heute im Musée d’Orsay hängt. Der Titel dieser kleinen Tafel notiert nur das Wetter, einen ruhigen Tag. Sie gehört zur Fondation Corboud, der Sammlung des Schweizer Sammlers Gérard Corboud, die seit 2001 als Dauerleihgabe im Wallraf-Richartz-Museum in Köln ist.




