
Die heilige Ursula unter den Jungfrauen
Details
Die Geschichte
Ursula und die elftausend Jungfrauen wurden der Legende nach in Köln erschlagen, auf dem Rückweg von einer Wallfahrt nach Rom. Verehrt wurden sie weit über Köln hinaus. In Udine, damals venezianisches Gebiet, unterhielt die Bruderschaft der heiligen Ursula einen eigenen Altar in der Kirche San Pietro Martire, und dafür entstand dieses Bild. Giovanni Martini schaute dabei nach Venedig, wo Carpaccio kurz zuvor seinen großen Ursula-Zyklus vollendet hatte.
Am unteren Rand läuft eine gemalte Zeile in Großbuchstaben. Sie hält fest, dass Antonio Manzignel damals camerario der Bruderschaft war, ihr Schatzmeister.
Auseinandergenommen wurde der Altar vermutlich im 19. Jahrhundert. Der geschnitzte und vergoldete Rahmen ist verloren, die Lünette mit dem heiligen Dominikus steht im Stadtmuseum von Udine, eine Predellentafel in römischem Privatbesitz, und ausgerechnet die Szene des Martyriums ist verschwunden.