
Sanguiniker (sog. Frauenkopf)
Details
Die Geschichte
Diese junge Frau mit gesenktem Blick und einem Band im lockigen Haar wurde 1511 als Rundbild gemalt. Irgendwann schnitt man das Rund aus und ergänzte es wieder zum Rechteck. Nach den Angaben des Museums sind die angesetzten Ecken aus Erlenholz, die ursprüngliche Tafel aus Linde. Sie verkörpert das sanguinische Temperament, den Typus, über den das Blut herrscht und der als warm, heiter und gesellig galt, doch lange kannte man sie nur als Frauenkopf. 1659 verzeichnete das Inventar der Sammlung Erzherzog Leopold Wilhelms sie zusammen mit ihrem melancholischen Gegenstück und vermerkte, beide seien von einem Ort namens Königstatten gekommen. Seither ist das Paar in Wien beisammen geblieben.
