
Cimabue · PD
Maestà di Santa Trinita
Details
Die Geschichte
Um 1290, kurz bevor Giotto die Malerei umkrempeln sollte, schuf Cimabue diese riesige thronende Madonna für die Kirche Santa Trinita in Florenz, fast vier Meter hoch. Der Goldgrund und die strenge Frontalität stammen noch aus der byzantinischen Tradition, die von Konstantinopel nach Italien gekommen war. Doch der Thron ist etwas Neues: eine mächtige, in die Tiefe gestaffelte Architektur, die dem Bild einen Raum gibt, den es eigentlich noch nicht kennen dürfte. Acht Engel rahmen die Madonna, unten blicken vier Propheten aus den Bögen des Throns hervor. Der Chronist Giorgio Vasari nannte Cimabue später den Ersten, der die Malerei aus der byzantinischen Erstarrung löste. Bis 1471 hing die Tafel an ihrem ursprünglichen Ort in der Kirche.



