
Szenen aus dem Leben Christi und des heiligen Franziskus: Die Stigmatisation des heiligen Franziskus
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Die Geschichte
Im Franziskanerkloster Santa Croce in Florenz diente die Sakristei zugleich als Kapitelsaal der Brüder. Für die Rückwand der langen Sitzbank, die dort noch steht, malte Taddeo Gaddi um 1335 bis 1338 insgesamt 28 kleine Tafeln. Sie hingen in zwei Reihen, oben das Leben Christi, unten das des Franziskus, und sollten nebeneinander gelesen werden. Schon seine ersten Biografen, Thomas von Celano und Bonaventura, hatten Franziskus als zweiten Christus beschrieben. Die Stigmatisierung entsprach deshalb der Kreuzigung und stand im Zentrum des ganzen Programms. Gaddi folgte Giottos Fresko in Assisi, mit feinen Goldstrahlen, die vom Seraph zum knienden Heiligen führen. Nach der Aufhebung des Klosters 1810 wurden die Tafeln abgenommen. Die meisten kamen in die Accademia, je zwei befinden sich heute in Berlin und München.
