Szenen aus dem Kabuki-Theater Nakamura-za

Szenen aus dem Kabuki-Theater Nakamura-za


Details

Jahr
1694
Technik
einer eines Paares sechsteiliger Stellschirme; Tusche und Farben auf Papier mit Blattgold
Gattung
Malerei
Maße
139,8 × 355,2 cm

Die Geschichte

Im Edo der 1680er-Jahre, dem heutigen Tokio, ließ die Regierung des Shoguns nur eine Handvoll Kabuki-Theater zu, und das älteste unter ihnen war das Nakamura-za. Nakamura Kanzaburō hatte es 1624 gegründet, seit 1651 stand es in Sakai-chō, einem Viertel voller Theater, Puppenbühnen und Teehäuser. Ein Trommelturm über dem Eingang zeigte die amtliche Lizenz an. Frauen waren 1629 von der Kabuki-Bühne verbannt worden, Knaben 1652, und so spielten inzwischen erwachsene Männer alle Rollen, auch die der Frauen.

Der Stellschirm gehört zu einem Paar sechsteiliger Schirme auf Blattgold, und goldene Wolken zerteilen das Geschehen in einzelne Ausschnitte. Rechts steht die Bühne unter einem eigenen Dach, auf den Brettern die Darsteller, davor sitzen die Zuschauer auf offenem Boden. Weiter links schiebt sich die Menge unter hohen Schildern die Straße entlang. Der Gegenschirm, ebenfalls in Boston, wendet sich dem Yoshiwara zu, dem lizenzierten Vergnügungsviertel und dem zweiten großen Ort der Zerstreuung in Edo. Das Museum datiert das Paar nur ungefähr in die Ären Jōkyō und Genroku, also in die Jahre zwischen 1684 und 1704.

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