
Georges Seurat · PD
Seestück (Gravelines)
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1890 ging Seurat nach Gravelines, einem kleinen Hafenort am Ärmelkanal zwischen Calais und Dünkirchen. Es wurde sein letzter Sommer an der Küste, denn im März darauf starb er mit 31 Jahren. Neben vier großen Leinwänden entstanden dort einige kleine Ölskizzen auf Holz, und diese hier gehört dazu. Die Bildfläche ist gerade 25 Zentimeter breit.
Auffällig ist der Rand. Seurat hat den Rahmen gleich mitgemalt, als Band aus farbigen Punkten, das zum Bild gehört. In seinen Gravelines-Bildern stimmte er jeden Abschnitt eines solchen Randes auf die Farbe daneben ab, damit sich beide gegenseitig steigern.
Die kleine Tafel gehörte spätestens 1966 dem amerikanischen Sammler Paul Mellon. Er vermachte sie 1999 der National Gallery of Art in Washington, ins Museum kam sie aber erst 2012, als seine Witwe auf ihr lebenslanges Nutzungsrecht verzichtete.




