
Artemisia Gentileschi · PD
Selbstbildnis als Märtyrerin
Details
Die Geschichte
Um 1615 begann Artemisia Gentileschi in Florenz noch einmal von vorn. Sie hatte Rom nach einem öffentlichen Prozess verlassen, in dem ein Kollege ihres Vaters beschuldigt wurde, sie vergewaltigt zu haben, ein Verfahren, in dem man sie folterte, um ihre Aussage zu prüfen. In Florenz baute sie alles neu auf, erhielt Aufträge der Medici und wurde als erste Frau in die Zeichenakademie der Stadt aufgenommen. Auf dieser kleinen Tafel malte sie ihr eigenes Gesicht und legte sich einen Palmzweig in die Hand, das Zeichen einer christlichen Märtyrerin, ohne zu sagen, welche Heilige gemeint ist. Das Bild blieb in Privatbesitz, und eine alte Aufschrift auf der Rückseite hält auf Italienisch fest, dass es von Artemisias eigener Hand stammt.




