Selbstbildnis von Chaïm Soutine

Chaïm Soutine · PD

Selbstbildnis von Chaïm Soutine


Details

Jahr
1918
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
55 × 46 cm

Die Geschichte

Am linken Bildrand steht eine Leinwand auf der Staffelei, und darauf ist ein zweites Gesicht zu erkennen, vielleicht ebenfalls sein eigenes. Soutine hat sich nur selten selbst gemalt, und laut dem Kunstmuseum der Universität Princeton ist dies das einzige seiner Selbstbildnisse, auf dem er sich vor der Staffelei zeigt. Er blickt frontal aus dem Bild, in Jackett und Krawatte, während die meisten Maler sich mit einem Seitenblick in den Spiegel festhalten. Entstanden ist das Bild um 1918. Soutine war damals Mitte 20 und arm, einer der jungen Maler, die der Pariser Kunsthändler Léopold Zborowski über Wasser hielt. Einen großen Teil des Geldes dafür gab Jonas Netter, ein jüdischer Geschäftsmann aus dem Elsass, der über Zborowski kaufte und schließlich mehr als 100 Werke von Soutine besaß. Auch dieses gehörte ihm. Netter überstand die deutsche Besatzung von Paris fast im Verborgenen, mit falschen Papieren, und starb 1946. Drei Jahre später verkaufte seine Witwe das Bild an den amerikanischen Sammler Henry Pearlman.

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