Selbstbildnis

Selbstbildnis


Details

Künstler
Gerrit Dou
Jahr
1665
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
58,1 × 43,2 cm

Die Geschichte

Erst 1648 bekamen die Maler in Leiden eine eigene Gilde, die Lukasgilde, und Gerrit Dou gehörte zu ihren Gründern. Seine kleinen, peinlich genau gemalten Tafeln erzielten damals schon Preise, wie sie kaum ein anderer bekam. Rund 17 Jahre später, mit etwa 52, malte er sich als Mann von Rang. Er lehnt in einem steinernen Rundbogenfenster, in pelzbesetztem Rock und dunkler Kappe, Palette und Pinsel in der einen Hand, die andere auf einem großen aufgeschlagenen Buch. Ein schwerer Teppich ist wie ein Vorhang über die Öffnung zurückgeschlagen. Auf der Brüstung liegt der Gipsabguss eines Gesichts, ein Modell, nach dem Maler das Zeichnen lernten, und im Halbdunkel dahinter stehen eine Staffelei, ein Globus und eine kleine Statue. Die Forschung versteht Dous Selbstbildnisse als Aussagen über den Stand des Malers, der sich als gebildeter Mann von Stand zeigt, und liest Gegenstände wie diese zugleich als Hinweise auf die Vergänglichkeit. Die Tafel ist fast 60 Zentimeter hoch, groß für einen Maler, dessen Bilder oft kaum die Größe einer Buchseite hatten. Bis 2019 blieb sie in Privatbesitz, dann wurde sie dem Museum of Fine Arts geschenkt.

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