
Francisco Goya · PD
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
1815 malte sich Goya mit 69 Jahren, ohne sich zu schonen. Der lange Krieg gegen Napoleons Heere war ein Jahr zuvor zu Ende gegangen, Ferdinand VII. saß wieder auf dem spanischen Thron und machte die liberalen Reformen rückgängig. Im selben Jahr lud die von ihm wiedereingesetzte Inquisition den Maler vor, damit er sich für seine nackte Maja verantworte. All das hatte Goya in völliger Stille erlebt, seit über zwanzig Jahren taub. Keine Uniform, kein Raum, keine Schmeichelei, nur Kopf und Schultern, die sich aus dem Dunkel zu uns wenden. Er arbeitete zwei Fassungen des Gesichts gleichzeitig aus. Die andere, auf Leinwand, hängt im Prado. Diese Tafel kam später an die Akademie San Fernando, von seinem Sohn übergeben, um eine alte Schuld zu begleichen.




