
Élisabeth Louise Vigée Le Brun · PD
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Als sie es 1790 malte, war Élisabeth Louise Vigée Le Brun bereits im Exil. Sie hatte Paris in eben der Nacht verlassen, in der die Bastille fiel, denn ganz Europa kannte sie als Marie-Antoinettes bevorzugte Bildnismalerin, und im neuen Frankreich war das gefährlich. In Rom lud sie der Direktor der Uffizien ein, ihr Bildnis der berühmten Sammlung von Künstlerselbstporträts der Galerie hinzuzufügen, und sie vollendete es in etwa einem Monat. Sie zeigt sich an der Staffelei, in einem schlichten dunklen Kleid, die Palette in der Hand, den Pinsel erhoben. Das Gesicht, das sie mit weißer Kreide auf der Leinwand entwirft, ist das der Königin. In der Heimat blieben der Monarchie noch gut zwei Jahre, und Marie-Antoinette sollte 1793 unter die Guillotine gehen.




