Selbstbildnis von Pieter van Laer (1599–1642?)
Details
Die Geschichte
Pieter van Laer war ein niederländischer Maler, der sich seinen Namen nicht in Holland machte, sondern in Rom, wo er die 1620er und 30er Jahre verbrachte. Sein Körper war verwachsen, und die Italiener nannten ihn il Bamboccio, etwa die unbeholfene Puppe. Aus dem Spott machte er ein Gewerbe. Statt großer Mythologien malte er das gewöhnliche Leben der römischen Straßen, Bettler, Fuhrleute und Schenken, kleine Szenen, die seine Nachfolger nach ihm bambocciate nannten. Dieses Selbstbildnis zeigt den Mann hinter dieser neuen Art von Bild, dunkeläugig und wachsam, mit schwerem Schnurrbart. Er blickt schlicht heraus und gibt dem Betrachter nichts von der Straßenkomik, die er seinen Auftraggebern verkaufte.

