Selbstbildnis
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Die Geschichte
Im Wien der 1870er Jahre ließ man sich vornehm porträtieren, indem man einem der gesellschaftlichen Bildnismaler der Reichshauptstadt Modell saß. Elise Ransonnet-Villez lernte bei zweien von ihnen, Franz von Lenbach und Heinrich von Angeli, und verkehrte selbst in eben diesen Kreisen. Sie stammte aus dem Adel und heiratete später einen ungarischen Grafen. Dieses Selbstbildnis malte sie 1878, mit 35 Jahren. Im Jahr darauf hatte sie eine der bemerkenswertesten Sitzungen ihrer Laufbahn und porträtierte Franz Liszt, den Komponisten, nach dem Leben. Diese Leinwand, in der nüchternen, dunkeltonigen Manier ihrer Lehrer, gelangte später nach Florenz in die Sammlung von Künstlerbildnissen der Uffizien.