Selbstbildnis mit dem Familienwappen

Selbstbildnis mit dem Familienwappen


Details

Jahr
1710
Technik
Öl

Die Geschichte

Um 1710 hatte Johann Rudolf Huber bereits einen großen Teil der Basler und Berner Bürgerschaft porträtiert und führte über jeden Auftrag ein eigenes Verzeichnis. Hier richtet er den Pinsel auf sich selbst und fügt etwas hinzu, das ein bloßer Handwerker weggelassen hätte: neben das eigene Bildnis setzt er das Wappen seiner Familie. Im frühen 18. Jahrhundert war das ein leiser Anspruch. Noch stritt man darüber, ob die Malerei ein Handwerk sei oder eine freie, dem Adel würdige Kunst, und wer sein Wappen zeigte, stellte sich zu den Vornehmen. Das Gesicht ist schlicht und leicht gewendet, die Augen eines Mannes, der andere zu mustern gewohnt war. Jahrzehnte später stach der Augsburger Johann Jakob Haid das Bild in Kupfer, und so gelangte Hubers eigenes Bildnis zu Menschen, die ihm nie gegenübergesessen hatten.

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