
Paul Cézanne · PD
Selbstbildnis mit Palette
Details
Die Geschichte
Um 1890 entstand dieses Bild, während Cézanne recht zurückgezogen in der Provence arbeitete, noch etwa fünf Jahre vor der Pariser Ausstellung, die ihm endlich seinen Ruf verschaffen sollte. Er behandelt sich selbst wie seine Äpfel oder den Mont Sainte-Victoire. Die Palette liegt als harte, flache Platte quer über dem Vordergrund, der Körper dahinter ist aus wenigen breiten Flächen aufgebaut, und seine rechte Hand, die Malhand, verschwindet hinter dem Rand der Leinwand, an der er arbeitet. So entsteht eine Figur, Fläche um Fläche gefügt, näher an einem seiner Stillleben als an einem Porträt. Das Bild blieb in der Familie, erst beim Sohn, dann bei der Witwe, bis es 1953 der Zürcher Waffenfabrikant Emil Bührle erwarb.




