
Hirten bei römischen Ruinen
Details
Die Geschichte
Unter den eingestürzten Bögen einer riesigen, von Büschen überwucherten Ruine treiben Hirten ihr Vieh durch einen seichten Bach. Eine junge Frau auf einem Maultier streckt die Hand nach einer Kuh aus, eine weiße Ziege und ein Hund planschen daneben, und am rechten Ufer ruht ein Mann mit seinem Stock. Berchem hat das Bild 1661 signiert und datiert.
Seine weiteste Reise trat es über hundert Jahre später an. Im Januar 1795 zogen die Heere des revolutionären Frankreich über die zugefrorenen Flüsse in die Republik, und der Statthalter Wilhelm V. floh nach England. Seine Gemälde blieben zurück. Die Franzosen brachten sie nach Paris in das neue Nationalmuseum im Louvre, und dieses Bild reiste mit. Erst nach Napoleons Niederlage 1815 kam es zurück. 1816 kam es in die Königliche Gemäldegalerie, die in eben diesem Gebäude am Buitenhof untergebracht war, 1822 dann auf die andere Seite des Teichs ins Mauritshuis. Heute hängt es, als Teil der Sammlung des Mauritshuis, wieder in der Galerie Prinz Willem V.




