
Sisyphos
Details
Die Geschichte
Im griechischen Mythos muss Sisyphos, ein König von Korinth, auf ewig einen Felsblock einen Hang hinaufwälzen und zusehen, wie er jedes Mal kurz vor dem Gipfel wieder hinabrollt. Zanchi zeigt ihn in äußerster Anspannung, einen schweren nackten Körper, der sich gegen den Stein stemmt, von hartem Licht aus dem dunklen Grund gerissen.
Das Bild hat ein Gegenstück. Der Tityos von Giovanni Battista Langetti, einem Genuesen, der zur selben Zeit in Venedig arbeitete, zeigt einen weiteren ewig Bestraften, einen Riesen, dem ein Geier die Leber zerreißt. Beide Gemälde teilen Format, Malweise und scharfe Hell-Dunkel-Kontraste, und beide entstanden Anfang der 1660er Jahre. Sie gehörten einst den Herzögen von Mantua. 1826 befanden sie sich beim Sammler Martial Reghellini in Venedig und Brüssel, und 1831 kaufte König Wilhelm I. der Niederlande das Paar für das Mauritshuis. Heute hängen beide in der Galerie Prinz Willem V.