
Der heilige Hieronymus
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Die Geschichte
Um 1640 malte Strozzi diesen kleinen heiligen Hieronymus, und in seinen letzten venezianischen Jahren kehrte er immer wieder zu dem alten Gelehrten zurück. Eng verwandte Fassungen haben sich in Venedig und in Florenz erhalten, das Motiv blieb ihm also offenbar stets zur Hand. Hieronymus war der Gelehrte des 4. Jahrhunderts, der die Bibel ins Lateinische übersetzte, und meist schickten ihn die Maler als halbnackten Büßer mit einem Stein in der Hand in die Wüste. Hier ist die Stimmung stiller und näher. Die Figur rückt dicht an den vorderen Rand einer Leinwand, die kaum größer ist als ein Blatt Papier, und die dichte, leuchtende Farbe gibt der Haut und dem Bart des Greises ein echtes körperliches Gewicht. Strozzi starb 1644, nur wenige Jahre danach. Das Bild kam 1838 als Geschenk des venezianischen Sammlers Girolamo Contarini in die Galerie.




