
Statue der Livia
Details
Die Geschichte
Als Augustus im Jahr 14 n. Chr. starb, wurde sein Testament im Senat verlesen. Der Historiker Tacitus berichtet, dass es seine Witwe Livia in die julische Familie aufnahm und ihr den Namen Augusta verlieh. Fortan hieß sie Julia Augusta, und genau dieser Name steht auf der Plinthe der Statue, gefolgt von den Worten Tochter des Drusus, dem Namen ihres Vaters.
Ohne die Inschrift wüsste niemand, wen die Figur darstellt. Der Kopf war eigens gearbeitet und eingesetzt, ebenso die linke Hand und der rechte Unterarm, und alle drei fehlen heute. Mehrere Brüche ziehen sich durch den Oberkörper, der obere Teil des Rückens ist weggebrochen. Trotzdem misst die Statue noch 1,67 Meter.
Das Museum datiert sie zwischen 14 und 42 n. Chr. Das erste Jahr ist das ihrer Namensänderung. Im Jahr 42 ließ ihr Enkel, Kaiser Claudius, ihr göttliche Ehren zuerkennen, und von da an nennen die Inschriften sie Diva, die Vergöttlichte. Auf dieser Plinthe heißt sie noch schlicht Augusta.




