
Stele des Iri, der eine Opfergabe empfängt
Details
Die Geschichte
Wann dieser Stein bearbeitet wurde, ist unter Ägyptologen umstritten, und ihre Datierungen liegen rund 500 Jahre auseinander. Christiane Ziegler, später Leiterin der ägyptischen Abteilung des Louvre, setzte ihn 1990 in die Erste Zwischenzeit, die Epoche der Zersplitterung, die um 2050 v. Chr. endete. Die italienische Ägyptologin Gloria Rosati datierte ihn 2004 ans Ende des Mittleren Reiches, in die späte 12. oder die 13. Dynastie, und Alexander Ilin-Tomich legte sich 2017 auf die Regierungszeit Sesostris' I. oder Amenemhets II. fest, also auf die frühe 12. Dynastie. Beide jüngeren Studien vermuten seine Herkunft in Rizeiqat bei Gebelein, südlich von Theben. Die Szene selbst ist leicht zu lesen. Iri sitzt beim Totenmahl, ein Mundschenk im weißen Schurz reicht ihm eine Schale, darunter stehen vier Krüge auf einem Gestell, dazu ein Korb, Lotosblüten und eine Rinderkeule, und die Farben sind noch erstaunlich frisch. Der Ägyptologe Jacques Jean Clère sah den Stein 1935 bei einem Händler in Luxor, 1981 erwarb ihn der Louvre. Heute ist er in der Studiengalerie der Säle des Alten Reiches ausgestellt.




