Stillleben
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Die Geschichte
In den 1860er-Jahren entdeckte Paris Jean-Siméon Chardin wieder, den Maler bescheidener Küchenstillleben aus dem 18. Jahrhundert, und junge Maler studierten genau, wie er Birnen und Kupfertöpfe eine ganze Leinwand wert machte. Monet, noch keine 30 und oft knapp bei Kasse, malte dieses Bild mit Chardin im Kopf. Birnen liegen aufgehäuft in einem mit Weinlaub ausgelegten Weidenkorb, daneben auf einem weißen Tuch eine weitere Birne, dunkle und helle Trauben und zwei Äpfel, vor schlichtem braunem Grund, das Licht fällt von links. Chardin hielt seine Arrangements karg, Monet dagegen verteilte das Obst so, dass über den Tisch hinweg ein Rhythmus entsteht. Stillleben ließen sich damals zudem gut an Pariser Händler verkaufen, was ein Grund für das Bild gewesen sein mag. Die National Gallery nennt noch einen schlichteren Anlass: Er habe es an der normannischen Küste an einem Regentag gemalt, als an Arbeit im Freien nicht zu denken war.




