
Stillleben mit Blumen, Früchten und Jagdbeute
Details
Die Geschichte
Rechts der Mitte steht in diesem kleinen Kupferbild der Korb mit dem Federwild auf einem behauenen Steinblock, dem Bruchstück eines antiken Tempelgebälks mit Eierstab an der Kante. Das Katalogblatt der Uffizien hält eigens dabei inne, denn ein Stück römisches Gesims gehört nicht zum üblichen Mobiliar eines Antwerpener Stilllebens, und das Museum liest es als Hinweis auf einen italienischen Auftraggeber. Jan van Kessel der Ältere arbeitete klein und auf Kupfer, einem Malgrund, der den feinen Pinsel trägt, ohne dass sich eine Leinwandstruktur dazwischenschiebt. Das Blatt zählt auf, was hier liegt: Blumen in einem Glas, Pflaumen und Zitrusfrüchte, Spargel und Artischocken, der Korb mit Vögeln, Meerschweinchen und ein Hund, alles auf 23 mal 33 Zentimetern. Datiert wird das Bild nicht genauer als ins 17. Jahrhundert, obwohl die datierten Kupfer derselben Hand im Pitti 1661 und 1664 tragen. Lange Zeit befand es sich als Depositum im Außenministerium in Rom, weit weg von Florenz.
