Geschichten des heiligen Stephanus

Geschichten des heiligen Stephanus


Details

Jahr
1345
Technik
Tempera auf Holz
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

In San Lorenzo fuori le Mura, der Basilika vor den Mauern Roms, ruhen nach alter Überlieferung zwei Diakone in einem Grab, Laurentius und Stephanus. Wie Stephanus dorthin kam, erzählen diese acht kleinen Tafeln, jede rund 30 Zentimeter breit. Sie bildeten die Predella eines Altarbilds, das bis heute niemand bestimmen konnte, und das Museum datiert sie auf etwa 1345, in Bernardo Daddis späte Jahre.

Der Kern der Geschichte ist erstaunlich genau datiert. Im Dezember 415 berichtete Lucian, Priester einer Dorfkirche etwa 20 Meilen von Jerusalem, von einem Traum. Gamaliel, der Lehrer des Apostels Paulus, sei ihm erschienen und habe ihm gezeigt, wo der erste Märtyrer begraben liege. Bischof Johannes von Jerusalem ließ graben, die Gebeine wurden gefunden, und bald wanderten Stephanus-Reliquien rund ums Mittelmeer.

Daddi hält sich an die Legenda aurea, das mittelalterliche Heiligenbuch. Auf die Steinigung folgen Gamaliels Erscheinung vor dem schlafenden Lucian, der Bericht an den Bischof, die Öffnung der Gräber und die Überführung nach Jerusalem, wo der Leichnam die besessene Tochter eines Kaisers heilt. Dann geht es nach Rom. Laut Legende rückte Laurentius im Grab beiseite, um Platz zu machen, und auf der letzten Tafel drängen sich Arme und Kranke betend um das gemeinsame Grab.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.