
Georges Seurat · PD
Studie für „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“
Details
Die Geschichte
Auf der Rückseite dieser kleinen Holztafel steht „Seurat 96“, von der Hand Paul Signacs, des engsten Mitstreiters von Seurat. Die Nummer stammt aus dem Verzeichnis des Ateliers, das nach Seurats Tod angelegt wurde. Er war im März 1891 in Paris nach wenigen Krankheitstagen gestorben. Noch im selben Jahr schenkte seine Mutter die Tafel Lucien Pissarro, einem Maler und Sohn Camille Pissarros, der seit 1890 in London lebte und selbst mit Seurats Kreis in der Punkttechnik ausgestellt hatte. Die Vorderseite ist eine von rund 50 Ölskizzen und Zeichnungen zum „Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“. Man sieht eine Uferböschung an der Seine, Bäume und einige Leute, die im Schatten sitzen oder stehen. Das Metropolitan Museum weist darauf hin, dass sich gerade diese Figuren bis zum fertigen Bild stark verändert haben. Später besaß die Tafel Félix Fénéon, jener Kritiker, der für diese Maler den Begriff Neoimpressionismus geprägt hatte. 1954 kaufte sie der New Yorker Bankier Robert Lehman, und mit seiner Sammlung kam sie 1975 ins Museum.




