
Die Unterwerfung der Burg Giuncarico
Details
Die Geschichte
Am 30. März 1314 beschloss der Große Rat von Siena, die Unterwerfung von Giuncarico an die Wand des Saals malen zu lassen, in dem er selbst tagte. Der Ort in der Maremma hatte sich ohne Kampf ergeben, und das Fragment zeigt das. Die Tore der Burg stehen offen, rechts stehen zwei Figuren ruhig beieinander. Erst 1980 kam das Bild bei Arbeiten in der Sala del Mappamondo wieder zum Vorschein, an derselben Wand, unterhalb des berühmten Reiterbilds des Guidoriccio da Fogliano. Wer es gemalt hat, ist bis heute offen. Luciano Bellosi und andere sahen darin einen späten Duccio, andere denken an Memmo di Filippuccio oder an den jungen Simone Martini, der 1315 im selben Saal die große Maestà malte. Dass die Burg Giuncarico ist, schloss Max Seidel 1982 aus dem Ratsbeschluss und dem Vergleich der Bildmotive.




