
Beizerfolg auf Reiher
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Die Geschichte
Für den Wiener Hof hatte die Reiherbeize einen festen Ort: das Jagdschloss Laxenburg südlich der Stadt. Dort wurden eigens Reiher gehalten, und die Falkenjagden nahmen immer zeremoniellere Formen an. Johann Christian Brand hat Ende der 1750er Jahre einen solchen Jagdtag in Laxenburg auf vier Ansichten festgehalten, auch sie gehören heute dem Belvedere.
Querfurts Tafel bleibt ohne Ortsangabe, und die Beute ist schon gemacht. Neben einem roten Mantel und einem abgelegten Hut liegt ein Reiher am Boden, ein Falkner hebt den Falken auf der Faust einer Reiterin entgegen, ein Junge führt ein dunkles Pferd heran. Nach altem Falknerbrauch ließ man einen Vogel, der die Hetzjagd überlebt hatte, oft wieder frei, ohne seine schönsten Federn, dafür mit einem Metallring am Fuß, in den Jahr und Ort des Fangs graviert waren.
