
Paul Klee · PD
Sumpflegende
Details
Die Geschichte
Klee malte dieses kleine, trübe Bild 1919, im Jahr, in dem München, wo er lebte, eine kurzlebige Räteregierung und deren gewaltsames Ende durchlebte. Aus einem braunen, sumpfigen Grund lässt er Formen halb hervortreten: Buchstaben, einen Mond, ein wenig Architektur, wie etwas, das im Traum auftaucht. Es liest sich wie ein Märchen, das man nicht ganz zusammensetzen kann. Zwei Jahrzehnte später machte diese traumhafte Art es zur Zielscheibe. 1937 nahmen die Nationalsozialisten es als angeblich entartete Kunst aus einem Hannoveraner Museum, obwohl es dort nur eine Leihgabe der Sammlerin Sophie Lissitzky-Küppers war, die es für lange Jahre verlor. Heute hängt es im Münchner Lenbachhaus, nach einem langen Streit um das Eigentum.




