
Paul Signac · PD
Sonnenuntergang, Herblay, Opus 206
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1889 war Paris voll. Die Weltausstellung lief, in ihrer Mitte stand der eben fertige Eiffelturm. Signac, damals 25, verbrachte diesen Sommer rund 20 Kilometer flussabwärts in Herblay, einem Dorf an der Seine, und malte dort eine Reihe von Uferansichten zu verschiedenen Tageszeiten. Die Nummer im Titel ist ernst gemeint. Einige Jahre lang zählte er seine Bilder wie ein Komponist seine Werke, Opus für Opus, weil er die Malerei als eine Sache von Gesetzen verstand, ähnlich der Harmonielehre. Ein Sonnenuntergang war dafür ein dankbares Motiv, weil er die ganze Farbskala in wenigen Minuten durchläuft. Die Punkte, aus denen Fluss und Himmel hier bestehen, sind in diesen Jahren noch sehr klein und dicht gesetzt, kaum größer als ein Pinselhaar.




