
Caspar David Friedrich · PD
Abtei im Eichwald
Details
Die Geschichte
1810, mitten in der napoleonischen Besatzung deutscher Länder, hängte Caspar David Friedrich dieses Bild in der Berliner Akademie neben sein Gegenstück, den Mönch am Meer. Die beiden düsteren Winterbilder erregten großes Aufsehen, und der junge Kronprinz überredete seinen Vater, König Friedrich Wilhelm III., beide für die königliche Sammlung zu kaufen. Zu sehen ist die Ruine einer gotischen Abtei, kahle Eichen und ein Friedhof im Schnee. Durch das zerbrochene Maßwerk des Chorfensters schleppt sich in der Dämmerung eine kleine Reihe von Mönchen mit einem Sarg, kaum größer als die Grabsteine ringsum. Das Portal, auf das sie zugehen, ist die einzige Öffnung, die noch aufrecht steht. Für die Ruine griff Friedrich auf die Reste des Klosters Eldena bei Greifswald zurück, die er von zahllosen Wanderungen kannte.




