
Claude Lorrain · PD
Der Raub der Europa
Details
Die Geschichte
Claude Lorrain malte dieses Bild 1655 in Rom, im selben Jahr, in dem sein Auftraggeber, der Kardinal Fabio Chigi, zum Papst Alexander VII. gewählt wurde. Das Thema ist gewaltsam: Zeus, in einen weißen Stier verwandelt, entführt Europa, die phönizische Königstochter. Doch Claude erzählt es kaum. Die mythologische Szene bleibt winzig am Rand einer weiten Bucht, getaucht in jenes goldene Morgenlicht, das er über alles liebte. Das Drama löst sich in Atmosphäre auf, in Wasser und Himmel. Claude trug die Komposition in sein Liber Veritatis ein, das Buch, in dem er jedes Werk nachzeichnete, um sich vor Fälschungen zu schützen. 1798 kaufte Fürst Jussupow die Leinwand in Rom und brachte sie schließlich nach Russland.




