
Die Anbetung des Goldenen Kalbes
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Die Geschichte
Während Mose auf dem Sinai das Gesetz empfängt, verlieren die Israeliten unten die Geduld. Im Buch Exodus verlangen sie von seinem Bruder Aaron einen Gott, den sie sehen können, und geben ihm ihre goldenen Ohrringe. Er gießt daraus ein Kalb, und sie feiern und tanzen darum, bis Mose vom Berg herabsteigt und im Zorn die Gesetzestafeln zerschmettert. François Perrier malte die Szene 1642 in Rom auf eine mehr als zwei Meter breite Leinwand, und das Bild gehörte den Sacchetti, einer in Rom ansässigen Florentiner Bankiersfamilie. Wer es gemalt hat, war nicht immer klar. Ein altes Foto im Archiv des italienischen Kunstkenners Federico Zeri trägt den Namen Pietro da Cortonas, jenes Malers, dessen erste Förderer die Sacchetti waren, und Zeri notierte auf der Rückseite Perrier, mit einem Fragezeichen. 1972 veröffentlichte der deutsche Kunsthistoriker Erich Schleier das Bild in einem Aufsatz über bis dahin unbekannte Gemälde Perriers in Rom.