
Die Anbetung der Könige
Details
Die Geschichte
Für welche Kirche dieser große Altar bestimmt war, wer ihn bezahlte und wann genau Vincenzo Foppa ihn malte, weiß niemand. Vielleicht um 1500. Der Entwurf greift auf die Anbetung der Könige zurück, die Gentile da Fabriano 1423 für die Strozzi-Kapelle in Florenz vollendete, oder auf eine frühere Fassung Gentiles, die damals in Brescia zu sehen war, Foppas Heimatstadt. So treten die Könige in altmodischer Pracht auf. Kronen, Kragen und Gaben sind in Pastiglia, einer modellierten Masse, erhaben aufgetragen und mit poliertem Gold belegt. Der Stall ist ein verfallener antiker Tempel, vielleicht als Zeichen für das Heidentum, das vom Christentum abgelöst wurde. Im Gefolge tragen zwei Männer Falken auf der Hand, und ein junger Page auf einem Schimmel hat die Füße in die Steigbügelriemen gesteckt, weil er die Bügel selbst nicht erreicht. Der Mantel Marias war einst leuchtender blau, bevor die oberste Schicht Ultramarin verloren ging.



