
Masolino da Panicale · PD
Die Verkündigung
Details
Die Geschichte
In den frühen 1420er Jahren lernte Florenz neu, wie man Raum baut. Die Maler begannen, Architekturen nach den Regeln der Perspektive in die Tiefe zu staffeln, und genau in diesem Umbruch malte Masolino seine Verkündigung. Maria und den Engel stellt er nicht mehr vor den abstrakten Goldgrund des Trecento, sondern unter ein Gewölbe mit fliehenden Säulen, wo Luft und Tiefe schon fast wirklich sind. Das Gold ist trotzdem geblieben. Die Nimben, die Flügel und die gemusterten Stoffe gehören noch zur alten gotischen Schönheit. Die Tafel war das Altarbild der Guardini-Kapelle in der Kirche San Niccolò Oltrarno in Florenz. In denselben Jahren arbeitete Masolino neben dem jungen Masaccio in der Brancacci-Kapelle. Maria sitzt mit einem Buch im Schoß und gesenktem Blick, und zwischen ihr und dem Engel liegt ein leerer, sorgfältig ausgemessener Fußboden.

