
Paolo Veronese · PD
Verkündigung
Details
Die Geschichte
1537 stach Gian Giacomo Caraglio eine Verkündigung Tizians in Kupfer. Das Gemälde selbst ist verschollen, der Stich aber blieb jahrzehntelang im Umlauf, und an ihm orientierte sich in Venedig auch Veronese. Der Engel und Maria, beide in eine große Architektur gestellt, stammen von dort.
1583 signierte Veronese ein großes Altarbild dieses Themas für den Escorial, die Klosterresidenz Philipps II. bei Madrid. In denselben Jahren verließen kleinere Fassungen seine Werkstatt, für Privaträume bestimmt statt für Altäre, und dieses Bild gehört dazu.
Strittig ist bis heute zweierlei: wie viel Veronese selbst gemalt hat und wie viel seine Mitarbeiter, und ob die kleine Fassung vor oder nach dem Escorial-Altar entstand. In die National Gallery of Art in Washington kam sie mit der Sammlung von Samuel Kress, einem amerikanischen Kaufhausbesitzer.




