
Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Bildergalerie in Brüssel
Details
Die Geschichte
Im Januar 1649 wurde Karl I. von England hingerichtet, und die Sammlungen des englischen Hofes und seiner reichsten Adligen kamen auf den Markt. Erzherzog Leopold Wilhelm, habsburgischer Statthalter der Niederlande, saß in Brüssel und kaufte über Agenten kräftig ein; binnen weniger Jahre besaß er mehrere hundert italienische Bilder. Diese Kupferplatte ist sein Verzeichnis davon, gemalt von David Teniers dem Jüngeren, seinem Hofmaler und dem Verwalter der Sammlung. Das Museum datiert sie 1647 bis 1651 und legt sich auf kein einzelnes Jahr fest. Teniers schuf mehrere solcher Galerieansichten für den Erzherzog, die Fassung in Wien ist also ein anderes Bild, größer und auf Leinwand. Diese hier schickte der Erzherzog nach Madrid, an Philipp IV., bald nachdem sie fertig war. Das Kupfer ist wichtig, denn erst eine harte glatte Platte hält die Bilder im Bild bei dieser Größe lesbar. Rechts unten, zwischen den an die Wand gelehnten Rahmen, steht van Dycks Bildnis der Isabella Clara Eugenia im Habit einer Klarissin. Sie hatte dieselben Provinzen vor ihm regiert und starb 1633 in Brüssel.




