
Der schöne Brunnen vor der Frauenkirche in Nürnberg
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Die Geschichte
Wo heute der Nürnberger Hauptmarkt liegt, stand bis 1349 das Judenviertel der Stadt. Im Dezember jenes Jahres ermordete eine aufgebrachte Menge mehr als 500 seiner Bewohner. König Karl IV. hatte schon vorher erlaubt, die Häuser abzureißen und an ihrer Stelle einen Markt anzulegen. Auf dem Grund der Synagoge ließ er die Frauenkirche errichten, deren dunkle Giebelfront Rudolf von Alt hier in die Bildmitte rückt. Daneben steigt der Schöne Brunnen auf, zwischen 1385 und 1396 entstanden, rund 19 Meter hoch, mit 40 bemalten Figuren und einem schmiedeeisernen Gitter. Alt malte die Ansicht 1854 in Öl auf Karton, und von der Vergangenheit des Ortes ist darin nichts zu spüren. Frauen stehen am Brunnenbecken, Männer in blauen Uniformen warten vor einem Laden, Pferde ziehen mit einem grün gekleideten Reiter über das Pflaster. Ein kleiner schwarzer Hund läuft zwei Kindern hinterher.