
Das schöne Modell
Details
Die Geschichte
Fünf bis sechs Monate im Jahr, drei bis vier Zeichnungen am Tag. So beschrieb Derain 1928 einem Freund, wie viel Zeit er mit dem Zeichnen von Akten verbrachte, auf der Suche nach einer Haltung. Dieses Gemälde entstand schon 1923, als er seit etwa drei Jahren sitzende Akte malte. Die Frau ist ein Berufsmodell. Sie sitzt im Atelier auf einem Tisch oder einer Bank, über die ein Tuch gebreitet ist. Den Arm hat sie hinter den Kopf gelegt, das Knie angezogen, beides gegen die gerade Linie ihres Rückens gesetzt. Das Licht kommt von der Seite und hebt den Körper aus einem fast schwarzen Grund. Der Pinselstrich ist weich und locker, Haut und Haar verschwimmen an den Rändern. Das grau-weiße Tuch darunter ist mit raschen, gebrochenen Strichen hingesetzt. Zu sehen ist das Bild in der Orangerie im Untergeschoss, in Saal 9.




