
Nicolas de Largillière · PD
Die schöne Straßburgerin
Details
Die Geschichte
Als Largillière dieses Bildnis 1703 malte, war Straßburg erst 22 Jahre französisch: Ludwig XIV. hatte die Stadt 1681 an sich gezogen. Die Frau aber trägt die einheimische, elsässische Tracht, eine gestärkte weiße Halskrause und vor allem jenen mächtigen flachen schwarzen Hut, wie ihn die Straßburgerinnen damals trugen. Wer sie ist, weiß niemand. Vermutet wurden die Schwester des Malers, Marie-Elisabeth, oder eine Bürgerin, die eben in jenem Jahr heiratete. Largillière, einer der großen Pariser Porträtisten, hat sich selten so genau in eine regionale Kleidung vertieft. Heute ist das Bild eines der bekanntesten Stücke des Straßburger Museums, und der Name der Dargestellten bleibt unbekannt.
