Nicolas de Largillière

Nicolas de Largillière

1656–1746 · Frankreich · Barock


Die Geschichte

Nicolas de Largillière erlernte sein Handwerk fern des französischen Hofes, dem fast alle ehrgeizigen Maler nachjagten. Er wuchs in Antwerpen auf, durchdrungen von der satten Farbe und dem vollen Pinselstrich der flämischen Meister, und verbrachte die späten 1670er Jahre in England, wo er Peter Lely zur Hand ging, dem führenden Bildnismaler des Restaurationshofes in London. Er war etwa 23, als er sich 1679 in Paris niederließ.

Dort baute er seine Laufbahn auf jener Kundschaft auf, welche die Hofmaler übersahen. Sein fast gleichaltriger Zeitgenosse Hyacinthe Rigaud nahm die Könige und Herzöge. Largillière malte das wohlhabende Pariser Bürgertum, Richter und Kaufleute samt Familien, und kleidete sie in Seiden und Kulissen, so prächtig wie die eines jeden Adligen. Die beiden waren befreundet und stritten selten um dasselbe Modell.

Eines seiner größten Werke war ein öffentlicher Auftrag. Die Stadt Paris bat ihn um ein Votivbild mit ihrem Stadtvorsteher und den Schöffen, kniend vor der heiligen Genoveva, der Schutzpatronin von Paris, deren Schrein man in Zeiten von Dürre oder Pest durch die Straßen trug. Mit Ehren überhäuft, wurde er 1743 Kanzler der Königlichen Akademie und arbeitete bis ins hohe Alter weiter. Er starb 1746 in Paris, mit 89 Jahren, und überlebte damit fast jeden Maler seiner Generation.

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Werke

9 Werke