
Die Geschichte
Als preußische Geschütze im Sommer 1870 Straßburg beschossen, verbrannten sie das Kunstmuseum der Stadt samt seinen Gemälden. Was heute im Palais Rohan hängt, ist großenteils eine zweite Sammlung, nach dem Krieg unter Wilhelm von Bode wiederaufgebaut, dem Direktor der Berliner Museen, der italienische und flämische Primitive in die sich erholende Stadt lenkte.
Der Palast selbst wurde in den 1730er-Jahren für die Rohan-Kardinäle errichtet, die das Straßburger Bistum wie Fürsten führten. Innen führen die Säle der Schönen Künste von Giotto und Memling durch die Renaissance, mit einem Botticelli, einem Raffael und El Grecos gequälten Heiligen, weiter zu Rubens, Goya und Canalettos Venedig.
Das Bild, bei dem Besucher verweilen, ist ein lokales: Nicolas de Largillières Belle Strasbourgeoise, eine junge Frau von 1703 in einem riesigen schwarzen Hut, gemalt mit dem Selbstbewusstsein eines Pariser Porträtisten, der in der Provinz auftrumpft.
Sammlung
20 Werke
Kopf der JungfrauGiambattista Pittoni, 1730
Bildnis einer jungen FrauGiulio Romano, 1520
Simson und DelilaGuercino, 1654
Kephalos und ProkrisPaolo Veronese, 1584
Kreuzigung von StraßburgGiotto, 1315
Lot und seine TöchterSimon Vouet, 1633
Die schöne StraßburgerinNicolas de Largillière, 1703
Ein Paar beim Spaziergang im Amsterdamer RathausPieter de Hooch, 1663
Anbetung der HirtenCarlo Crivelli, 1480
Bernardo de IriarteFrancisco Goya, 1797
Jeanne d'Arc küsst das Schwert der ErlösungDante Gabriel Rossetti, 1863
Der wunderbare FischzugJacob Jordaens, 1619
SchmerzensmutterEl Greco, 1590
Der heilige Petrus und der heilige PaulusJusepe de Ribera, 1616
Madonna mit Kind und zwei EngelnSandro Botticelli, 1468
Luigia Cattaneo-GentileAnthonis van Dyck, 1622
Die HeimsuchungPeter Paul Rubens, 1611
Büste eines EngelsFilippino Lippi, 1494
Der über Sünde und Tod triumphierende ChristusPeter Paul Rubens, 1618
Trösterin der BetrübtenWilliam-Adolphe Bouguereau, 1877