
Le Passant · PD
Der große Messdiener
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Die Geschichte
1925 arbeitete Chaïm Soutine auf dem Land, in Le Blanc im Département Indre, auf einem Anwesen seines Kunsthändlers Léopold Zborowski. Dort malte er diesen Messdiener, den ersten einer Reihe, zu der er bis 1927 immer wieder zurückkehrte. Angeregt hatten ihn die alten Meister in den Pariser Museen, vor allem Courbets „Begräbnis in Ornans“, wo vorn ein Chorknabe steht. Soutine behält vom Ritual nur das Rot und Weiß der Gewänder, und der Pinselstrich zittert. Die Figur ist in die Länge gezogen und scheint vor dem dunkelblauen Grund zu schweben, was das Centre Pompidou an El Greco erinnert. Mit diesem Bild begann die Soutine-Sammlung von Madeleine und Marcellin Castaing, die den Maler oft in ihrem Haus in Lèves bei Chartres aufnahmen. Seit 1995 gehört es dem französischen Staat und hängt als Dauerleihgabe hier, wenige Kilometer von jenem Haus entfernt.




