
Gsimonov · CC0
Der Leichnam Christi im Grabe
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Die Geschichte
Kein Trost, keine Engel, kein Goldgrund. Holbein malte um 1521 den toten Christus als das, was ein Leichnam wirklich ist, ausgestreckt in einer engen steinernen Nische, lebensgroß und schmal wie ein Sarg. Die Haut spielt schon ins Grünliche, der Mund steht offen, die Wunden an Hand und Seite sind eingetrocknet. Man sieht einen Menschen drei Tage nach dem Tod, ohne jede Verklärung. Als der Schriftsteller Fjodor Dostojewski das Bild 1867 in Basel sah, konnte er sich kaum davon losreißen, seine Frau berichtete, er habe wie erstarrt davorgestanden. In seinem Roman Der Idiot sagt eine Figur später über eben dieses Bild, davor könne einem der Glaube verloren gehen.




