
Der Buchhalter
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Die Geschichte
Ein älterer Mann mit pelzbesetzter roter Mütze und seidenem Hausmantel hält seine Feder hoch, in der anderen Hand ein Federmesser, und prüft die Spitze, die er gerade geschnitten hat. Wer im 18. Jahrhundert den ganzen Tag schrieb, musste seine Gänsekiele ständig nachschneiden, und holländische Maler hatten aus dieser kleinen Pflicht längst ein Bildthema gemacht. Gerrit Dou, Rembrandts erster Schüler, malte schon Anfang der 1630er Jahre in Leiden einen Gelehrten, der seine Feder spitzt.
Die Leinwand ist klein, etwa 26 mal 21 Zentimeter, und das Museum datiert sie nur ungefähr, um 1720 bis 1730. Wer der Mann war, weiß niemand, der Titel nennt einfach sein Gewerbe. Neben seinen Papieren steht auf dem Tisch eine Sanduhr, die alte Mahnung an die verrinnende Zeit, hier neben einen Mann gestellt, der Rechnungen führt. Das Bild gehört dem Mauritshuis und hängt seit 2010 in der Galerie Prinz Willem V in Den Haag.


